Geburtstagsgedichte für den Bruder

Die besten Wünsche zum Geburtstag des Bruders

Der Herbst ist ein lustiger Gesell
verwandelt die Natur in Rot und Gelb leuchtend hell.
Er überspielt damit die Leere auf dem Feld
nur der Wind sich zu ihm noch gesellt.

Dieser lässt die Kastanien purzeln
erschüttert den Baum bis zu den Wurzeln.
So turbulent wie der Gesell sich zeigt
sich auch des Abends die Sonne schneller neigt.

So wird am Abend gemeinsam gegessen
statt zu Hause nur herum gesessen,
um ein netter Gast zu sein
bei unserem lieben Brüderlein.

Diese wunderschöne Tradition
darauf freuen wir uns jedes Mal schon.
Beim Plaudern stellen wir schmunzelnd fest
ein weiteres Jahr schön grüßen lässt.

Aber gerade dieses macht die Feier perfekt
keiner mehr in den Kindereschuhn steckt.
So können wir jubeln und die Zeit genießen
hoch die Tassen, Sekt soll fließen.

© Ute Nathow

Die Zeit der Jugend ist vorbei,
noch lange hin der Haferbrei,
so mittig würd ich jetzt mal sagen
kaum redenswert der Gebrechen Klagen.

Bist gut in Form und immer präsent,
einer, der tagtäglich um sein Grundstück rennt,
um die Wirtschaft zu versorgen,
der alles in Gange bringt am frühen Morgen.

So freut sich selbst das Federvieh,
nebenan der Hahn mit Kikeriki,
Gebölke als dein Morgenruf,
so klappert selbst die Kuh den Huf.

So bist du unser Servicemann,
der über Arbeit nicht klagen kann,
den Wünschen Anderer zu Hauf nachkommt,
sputest dich bei Anruf prompt.

Dein Tagesablauf ist strukturiert,
ein Mann der nie die Fassung verliert,
für sich selbst aber weniges tut,
abends erschöpft im Bette ruht.

So wünsche ich dir aus ganzen Herzen,
bleibe gesund, stets ohne Schmerzen,
damit du deinen Enkeln all das zeigen kannst,
und mit ihnen auch noch um den Schafstall tanzt.

© Ute Nathow

Ich schreibe ja für Allerlei
auch du warst zweimal schon dabei
aber das schien dir entfallen
hörte ich dich letztens lallen.

Das lass ich nicht auf mir sitzen
bringst mich wieder mal zum Schwitzen
welcher Spruch im Kopf dir bleibt
den dir deine Schwester schreibt.

Mein Wortschatz liegt ja breit gefächert
ohne dass ich was gebechert
beobachte mit scharfem Blick
meine Geschichte dazu strick.

Du versucht dich fit zu halten
willst nicht zählen zu den Alten
flott willst du den Enkeln sein
karrst ran und knuffst tagaus tagein.

Du hast ein täglich Tagessoll
manchmal auch die Nase voll
anders kennst du’s leider nicht
vielleicht merkst dir ja das Gedicht.

Nun kannst du wieder schmunzeln
auch die Stirne runzeln
es in die Ecke knüllen
deinen Papierkorb füllen.

Mir fällt wieder ein Neues ein
für mein liebes Brüderlein
falls er’s wieder vergessen tät
das Gedicht worunter mein Name steht.

© Ute Nathow