Trauergedichte und Trauersprüche – Textvorlagen für die Trauerkarte

Der Verlust eines lieben Menschen trifft nicht nur die Verwandten, Freunde und Bekannten des Verstorbenen hart. Oft sind auch ehemalige Kollegen, Klassenkameradinnen oder geschiedene Ehefrauen involviert. Je nachdem, wie aktiv ein Mensch in der Gesellschaft war, können auch Vereinsmitglieder, Rudermannschaften oder Chorgemeinschaften einen Verlust betrauern. Der Bedarf an Kondolenzkarten ist entsprechend hoch. Manchem fehlen angesichts eines Todesfalls die richtigen Worte. Unsere Textvorlagen können Ihnen bei einem Trauerfall im Umfeld hilfreiche Ideengrundlagen liefern.

Trauergedichte und Sprüche für die Kondolenzkarte

Wenn Sie passende Gedichte zur Trauer und gute Trauersprüche suchen, werden Sie auf unserem Sprüche-Portal fündig. Wir sammeln geeignete Textvorlagen für die Trauerkarte oder für Ihre Einladung zum Trauergottesdienst. Manchmal finden auch Seebestattungen im kleinen Kreise statt. Vielleicht möchte jemand nach der kurzen Predigt an Bord des Schiffes ein Gedicht rezitieren, das der Verstorbene liebte. Alles, was den Trauernden in ihrem Schmerz hilft, ist gestattet. Man erinnert sich an den Menschen, der nun gegangen ist und bemüht sich, die schwierige Situation würdevoll zu gestalten. Dabei kommen weltliche oder religiöse Sprüche zur Geltung. Man richtet sich dabei meistens danach, welcher Konfession der Verstorbene war. Viele Menschen sind heute konfessionslos. Manche fühlen sich der Kirche nicht mehr verbunden. Sie engagieren einen Trauerredner. Dieser erkundigt sich vor der Trauerfeier über alles, was den verstorbenen Menschen ausgemacht hat. Auch dem Trauerredner kann man einen Spruch oder ein Trauergedicht mitgeben. Er kann diese in seine Rede einbauen und sie so persönlicher gestalten.

Trauergedichte und Trauersprüche
Foto: Alipictures / www.pixelio.de

In Trauerkorrespondenzen gibt es typische Formulierungen. Falls Ihnen kein authentischer Trostbrief gelingt, können Sie sich bei uns solche Formulierungen zu Eigen machen. Alternativ können Trauernde unsere Textbausteine oder Sprüche als Inspirationshilfe nutzen. Unsere Trauergedichte entstammen dem Spezialbereich der Trauerlyrik. Oft stehen die Verwandten des Verstorbenen nach dessen plötzlichem Tod ratlos da. Sie sind voller Fragen nach dem Warum. Diese Fassungslosigkeit drücken auch viele Trauergedichte aus. Gedichte zur Trauer dienen weniger dem Erinnern an den Verstorbenen als vielmehr der Einsicht in die Unausweichlichkeit des Todes. Da jeder davon betroffen sein wird, kann niemand diesem Schicksal entrinnen. Diese Textvorlagen für die Trauerkarte können auch bei einer Danksagung für viele Beileidsbekundungen genutzt werden. Durch die Trauerlyrik und die Danksagungstexte kann bereits der erste Teil der Trauerarbeit geleistet werden.

Schöne Gedichte zur Trauer um einen lieben Menschen

Besonders anrührende oder tröstliche Trauersprüche und Gedichte werden oft lange aufbewahrt. Sie tragen für einen Betroffenen ebenfalls zur Bewältigung eines Todesfalls bei. Das Sterben ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Trotzdem ist das Sprechen darüber tabuisiert. Das macht es umso schwieriger, im Sterbefall Worte des Trostes für diejenigen zu finden, die der Verlust am härtesten trifft. Dies gilt insbesondere, wenn ein Verstorbener unter schwierigen bzw. mysteriösen Umständen oder vollkommen unerwartet verstorben ist. Noch schwieriger wird es, wenn jemand Selbstmord begangen hat. Was soll man dem Ehemann einer solchen Frau sagen? Was könnte ihn trösten? Jeder Tod konfrontiert die betroffenen Menschen mit individuellen Umständen. Diese müssen die Kondolierenden in gewissem Maß berücksichtigen.

So fehlen wohl jedem Menschen die Worte, wenn ein Neugeborenes am plötzlichen Kindstod verstirbt. Oder wenn ein Kleinkind nach einer frühkindlichen Krebserkrankung plötzlich entschläft. Solche Momente sind einfach furchtbar. Sie treffen jeden, der davon erfährt, mitten ins Herz. Unsere Textvorlagen für die Trauerkarte können solchen speziellen Situationen naturgemäß nicht immer gerecht werden. Andererseits findet ein Suchender immer einen Punkt, an dem er ansetzen kann. Es kommt nur darauf an, den Bezug zum Verstorbenen oder dem Geschehen richtig zu setzen. Insofern kann es hilfreich sein, hier Textbausteine zu entnehmen und sie auf das Geschehene hin umzuformulieren. Unsere Sprüche, Textvorlagen und Gedichte müssen ja nicht 1:1 verwertet werden. Sie können Sie auch dazu verleiten, selbst zur Feder zu greifen und auf der Grundlage eines bestehenden Gedichtes ein eigenes zu ersinnen.

Trauerbegleitung ist wichtig zum Verarbeiten

Jemand der trauert, kann nicht schnell wieder ins Funktionieren kommen. Manche Wunden heilen nur langsam. Es braucht viel Geduld, bis man alle Trauerphasen durchlaufen hat. Begleiten Sie den Betroffenen mit liebevollen Worten und ermutigen Sie ihn durch Briefkarten und Einladungen zum Leben. Nichts ist wertvoller als ein guter Freund, wenn man einen Verlust erlitten hat. Auch von Ferne kann man einem Betroffenen Trost und Hoffnung spenden.

Trauergedichte für die Trauerkarte

Das Schweigen kann man erst verstehen
wenn geliebte Menschen gehen
die einst belebt den Lebenskreis
und es wird um dich ganz leis.

Nichts lässt sich gedanklich greifen
muss wieder von vorne reifen
Zeit wird dir den Halt neu geben
sie trägt dein ehrenwertes Leben.

© Ute Nathow

Das Leben sprudelt wie ein Bach
quirlig spritzig und hellwach
mittig es so leise fließt
links und rechts es herrlich sprießt.

Erquickend sah er sich beseelt
stetes Fließen für sich gewählt
versiegt der Quell in Stille dann
jeder auf ihn zurück blicken kann.

© Ute Nathow

Dein Erlebtes ist dein höchstes Gut,
schöpfe aus dem Gewesenem Mut,
welches dich einst glücklich gemacht
und dich umgibt in der stillen Nacht.

Mein Beileid sei dir nahe gelegt,
mich dein Verlust sehr schmerzlich bewegt,
harrend sitz ich mit starren Blick,
und erinnere mich so gern auch zurück.

Die Stille sei eine erlaubte Zeit,
sie macht sich immer unpassend breit,
aber sie wird nicht gedeihen,
auch niemals dein Inneres zum Geliebten entzweien.

Schöpfe aus ihr nur das Durchatmen am Tag
sie auf diese Weise das Ihre sag,
als unliebsamster Gast auf Erden,
um heute mein Beileid Begleiter zu werden.

Herzliches Beileid

© Ute Nathow

Ein großer Redner bin ich nicht,
so neige ich zu dem Gedicht,
statt nur Bekundung darzubringen
meine Gedanken, die dem Herz entspringen.

Der Heimgang deine Seele quält,
sie jede Minute die Trauer zählt,
hofft auf Linderung in naher Zeit
wenn du zum Lächeln wieder bereit.

Sie ist eine unbekannte Macht,
sie immer über dein Wohlbefnden wacht,
wartet bis die Trauer weicht,
sie Wundersames in dir erreicht.

Sie gibt dir Kraft, wenn du bereit,
spürbar sie nach Heilung schreit,
wenn der Kopf nicht mehr schleppend schwer
brennen auch deine Augen nicht mehr.

© Ute Nathow

So mystisch wie das Leben entsteht,
es fortwährend durch Höhen und Tiefen geht,
heißt, es mit seinen Aufgaben zu führen
und niemanden frühzeitig verlieren.

Der Glaube an die Lebenszeit,
erstreckt sich auf dem Weg soweit,
tausend Bände seien nicht genug,
die hernein das Leben trug.

Dein Erlebtes sei dein höchstes Gut,
schöpfe aus dem Gewesenen Mut,
so wusstest du was ihn glücklich macht,
und auch worüber er gerne gelacht.

Sein Leben schuf Erinnerung,
ich zolle dir Bewunderung,
für dein Tun und deine Art,
mit Liebe hast du nie gespart.

Die Natur verwandelt das Lebenslicht,
wir kennen nur die Farbe nicht,
auch wenn ihr trauert an dem Grabe,
sie für jeden das Richtige habe.

In tiefer Trauer

© Ute Nathow

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