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Gedichte für Tierliebhaber und ihre tierischen Begleiter

Gedichte für Tierliebhaber greifen eine konkrete Person, Alltagssituation oder Jahreszeit in Reimform auf. Als persönliche Verse eignen sich die Texte für eine Karte, Nachricht oder zum Vorlesen, wenn ein gewöhnlicher Gruß zu allgemein wäre. Die Gedichte für Tierliebhaber auf dieser Seite greifen Katzenhaare, Hundespaziergänge und die Begeisterung für Vögel auf. Sie schauen auf das Zusammenleben von Mensch und Tier und auf die Eigenheiten, die dazugehören.

Die Fassungen sind nach Tierarten gegliedert, unterscheiden sich aber auch im Anlass. Bei den Hunden geht es einmal um neue Schuhe für den Menschen und einmal um den Geburtstag des Hundes. Prüfe deshalb nicht nur das Tiermotiv, sondern auch die Sprecherrolle und das tatsächlich genannte Geschenk.

Gedicht für Katzenliebhaber

Das Katzengedicht spielt mit Haaren, Fell und dem liebevollen Umgang mit einem eigenwilligen Mitbewohner. Sein Humor lebt davon, dass Katzenfreunde diese kleinen Herausforderungen kennen. Es ist ein persönliches Porträt des Zusammenlebens, keine Anleitung zur Tierpflege.

Behaart liegt wahrlich nicht im Trend,
der Katzenliebhaber es beharrlich nennt.
Beharrlich klingt zufrieden schmeichelnd
gleich so wie ein Kätzchen streichelnd.

Obwohl des Tigers Fellkleid fettiger als das Menschliche ist,
du streichelst es täglich, bis es noch glänzender ist.
Obwohl des Schnorrers Wohlbehagen lauter als das Menschliche ist,
du von dessen Ton beruhigter bist.

Obwohl du auf dem Ruhekissen Fellflusen findest,
du das auch nicht sonderlich störend empfindest.
Obwohl das Samtpfötchen um ein vielfaches mäkeliger als der Mensch ist,
du ihm nicht nachtragend bist.

Obwohl das Bedürfnis der Verrichtung lärmend verscharrt,
wird mit ihm liebevoll verharrt.
Obwohl des Schleichers Tatzen infektiöser sind als die menschliche Hand,
es neben dir seinen Platz fand.

Obwohl es als Hauptmahlzeit gern ein Mäuschen verschmaust
du ihm keins hinter die Ohren haust.
Obwohl es auf deinen Zuruf nicht annähernd hört,
bist du darüber nicht empört.

Es liegt nicht am Fell auf dem Rücken,
auch nicht am nächtlichen Zersägen von Brücken,
Es liegt nicht an der schuppigen Mähne,
auch nicht an ungeputzte Zähne.

Es liegt nicht am Plumpsen in der Keramikschüssel,
auch nicht am Mäuschen vernaschen.
Es liegt in der Natur des Menschen und der Zeit, die manchmal nicht reicht.
Alles in seiner Bandbreite zu tolerieren, ist eben nicht leicht.

© Ute Nathow

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Gedichte über Hunde und ihre Menschen

Die beiden Hundegedichte haben verschiedene Adressaten und Anlässe. Eines verbindet Spaziergänge mit neuen Schuhen, das andere feiert den Hund mit kleinen Aufmerksamkeiten. Wähle die Fassung nach der Situation, die du mit deiner Karte begleiten möchtest.

Ohne nennenswerten Look und leisen Sohlen
machst du dich auf, die Leine zu holen,
um deinen Morgensport zu treiben
vor allem, um gesund zu bleiben.

Bevor du dich in den Dresscode schmeißt,
es erst mal Gassi gehen heißt.
Dein treuer Gefährte ist bereits auch wach,
er wartet und wedelt ganz ohne Krach.

Mit Herrchen nicht nur gemütlich ums Karree zu laufen,
sondern mit ein bisschen Tempo, ohne zu verschnaufen.
Der Knochen wartet schließlich auf das lustige Schnäuzchen
nach dem Wettlauf ohne Päuschen.

Ja, das nennt sich Partnerschaft,
so was gibt Ausdauer, Liebe und auch Kraft.
Er versteht deine Sprache sogar auf Pfiff,
ohne zu knurren, das nennt man Schliff.

Während er genüsslich am Knochen wetzt,
du jetzt zum wohlverdienten Kaffee hetzt.
So kommt ihr beide gut in den Tag,
deinem Vierbeiner niemals Böses widerfahren mag.

Ich wünsche euch immer viel Spaß,
auch, wenn er deine Latschen fraß.
So gibt es heute ein paar Neue,
auf das sich das Herrchen ebenso freue.

© Ute Nathow

Wenn’s Hündchen heute Geburtstag hat,
bekommt es nicht wie der Hamster ein Rad,
sondern extra Leberwürstchen
und ein neues Hundebürstchen.

Er spürt zwar nicht, dass sein Geburtstag ist,
glaubt an sich, weil brav er ist,
hat keine Zeit für Nachbars Trude
darf heute mit in des Waldes Bude.

Dein treuer super Hundefreund
sich heute auch sein Graufell bräunt,
soll dir noch lange Freude machen,
statt zähneknirschend die Trude anmachen.

© Ute Nathow

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Gedicht für einen Vogelliebhaber

Das letzte Gedicht beschreibt einen Mann, der sich mit Hingabe für seine Vögel interessiert. Beobachten, Pflege und die Freude an der Vogelwelt stehen im Mittelpunkt. Die Verse passen zu einem Empfänger, der sich in dieser konkreten Leidenschaft wiedererkennt.

Ich kenne einen Mann von Welt,
dem gefällt die Vogelwelt,
ihn fasziniert das Minigelege,
das ist hingebungsvoll bei der Käfigpflege.

Beobachtet selbst das Brutverhalten,
falls Frau Piepmatz kurz abgeschalten,
um sich auch mal frisch zu machen
oder mit Herrn Piepmatz zu lachen.

Knistert es dann an dem Ei,
ist es mit der Ruhe vorbei,
Gezirpse lässt die Zähne blitzen,
es lohnte sich das Brutlampen-schwitzen.

Der Mann von Welt, ein Dauerbrüter,
ein selbst ernannter Vogelhüter
wer hätte das von ihm gedacht
dass Vogelwirtschaft ihm Freude macht.

© Ute Nathow

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Tiermotiv und Anlass gemeinsam auswählen

Eine eigene Karte kann den Namen des Tieres oder eine gemeinsame Alltagsszene aufnehmen. Achte darauf, ob das Gedicht den Menschen oder das Tier feiert. Diese kleine Unterscheidung verhindert, dass zwar das Motiv stimmt, aber die eigentliche Aussage am Anlass vorbeigeht. Mit einer persönlichen Anrede oder einer kurzen gemeinsamen Erinnerung vor dem Gedicht lässt sich der gereimte Gruß auf den Empfänger zuschneiden, ohne den Text selbst zu verändern.