Gedichte für werdende Eltern begleiten eine besondere Phase rund um Schwangerschaft und Geburt mit persönlichen Worten. Als Glückwunschverse eignen sich die Texte für Karte, Geschenk oder Besuch und können durch eine eigene Anrede auf Eltern und Kind zugeschnitten werden. Diese Gedichte für werdende Eltern sprechen über den Wunsch nach einem Kind, über schützende Nähe und den Wert gemeinsamer Zeit. Materielle Geschenke treten dabei hinter die Beziehung zum heranwachsenden Menschen zurück.
Die beiden Texte setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Eine Fassung schaut bereits weiter auf das Leben mit Kindern, die andere nimmt eine gewollte und geplante Schwangerschaft zum Anlass für freudige Verse. Wähle nach dem, was die werdenden Eltern selbst über ihre Situation erzählt haben.
Wenn eine neue Familie entsteht
Das erste Gedicht beschreibt Geborgenheit, Aufmerksamkeit und die Verantwortung im Familienalltag. Das zweite freut sich ausdrücklich über einen erfüllten Kinderwunsch. Diese persönliche Voraussetzung sollte zur tatsächlichen Geschichte der angesprochenen Familie passen.
ja, das sind so Kindersachen,
es leuchten ihre Augen so wunderbar,
seit beschützend vor jeder Gefahr.
Das Schenken von Ware ist kein Wert,
eine Umarmung hingegen nie verkehrt.
Kinderaugen sind mit nichts vergleichbar,
wer gelernt hat zu lesen, sieht sie auch klar.
Es ist dankbar, wenn Lob die Lippen verlässt,
für sie, das reinste Freudenfest.
Seit des Lobes und dem Zuspruch mächtig,
dann gedeiht euer Kind auch prächtig.
Jedes Kind ist einzigartig anders,
nicht, wie die Zahlenfolge eines Kalenders.
Seid dem Kind eine helfende Hand
in diesem ihm befremdlichen Land.
Auch wenn eine Träne mal das Auge verlässt,
seit wissend, es keine Spuren hinterlässt,
sondern wissend, es war nur der Sorge wegen,
und die Sonne hat im Bett gelegen.
© Ute Nathow
bei diesen Worten mir einiges schwant,
sie mir wie Musik in den Ohren klingen,
als würden die Vöglein für mich singen.
Ein Lied, welches noch nicht existiert,
und wird gedanklich von mir prämiert,
weil die Klänge einer Wohltat gleichen,
die ungeahnte Freuden erreichen.
Solche Worte lobe ich mir,
spricht ein gereifter Mann aus dir,
nicht mehr der verschmitzte Bube,
wie einst zu Hause in der Stube.
Die Liebe gefunden in der währenden Zeit,
die Kinder als werdende Eltern bereit,
Grund genug, mal ein Gedicht zu verfassen
und die Vöglein ziehen zu lassen.
© Ute Nathow
Die Vorfreude ohne Erwartungen ausdrücken
Eine eigene Karte kann sagen, dass du dich mit den Eltern freust und an sie denkst. Vermeide zusätzliche Annahmen über Familienplanung, Geburt oder spätere Rollen. Die Verse können die Zuwendung ausdrücken; persönliche Fragen müssen nicht Bestandteil des Grußes sein. Eine persönliche Anrede an die Eltern und – falls bereits bekannt – der Name des Kindes lassen sich außerhalb des Gedichts ergänzen, ohne die Verse selbst zu verändern.
