Ein Gedicht für einen Buch-Gutschein verbindet die Gutscheinidee mit persönlichen Worten und macht die Übergabe individueller. Als Gutscheinverse oder gereimter Gutscheintext lässt sich der Text auf einer Karte, direkt am Gutschein oder beim Vorlesen verwenden. Dieser Text erzählt von ungemütlichem Wetter, einer Kuscheldecke und einer Geschichte, in die man eintauchen kann. Das Lesen erscheint als bewusste Pause vom vollen Alltag.
Die vier Strophen richten sich an jemanden, der sich selten Zeit für sich selbst nimmt. Sie nennen keinen bestimmten Titel und kein Genre. Dadurch passen sie zu einem Buchgutschein, bei dem der Empfänger die Lektüre selbst auswählen soll, ebenso wie zu einer persönlichen Widmung für einen Bücherfreund.
Ein Buchgutschein für gemütliche Lesestunden
der Abend scheint so früh schon unüblich,
so könntest du mal wieder an dich denken,
und dir einen entspannten Abend schenken.
Die Zeit dir so oft durch die Finger rinnt,
oft weißt du nicht, wie man Ruhe find.
Diese kann man nicht bestellen
aber dein Gemüt mit einem Büchlein aufhellen.
Lauschig liegt es sich nicht mehr im Gras,
dort letztlich nur der Hase saß,
hinterlassend seine muffelige Spur,
nicht einladend zur Erholungskur.
So rolle dich in die Kuscheldecke ein
und schnappe dir ein gutes Büchlein
mit Kerzenschein oder hellem Licht
folgend einer spannenden Geschicht.
© Ute Nathow
Den Leseabend als Geschenkgedanken aufgreifen
Eine separate Widmung kann erklären, warum du gerade eine selbst gewählte Geschichte schenken möchtest. Ein Lesezeichen bietet sich als kleine Beigabe an. Das Gedicht bleibt dabei der zusammenhängende Text; Angaben zum Gutschein stehen besser auf einem eigenen Kärtchen. Bei der Übergabe kannst du außerhalb des Gedichts noch den Namen des Beschenkten und einen kurzen persönlichen Wunsch ergänzen; so bleiben die Gutscheinverse unverändert und wirken trotzdem individuell.
