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Einladungstexte zum Klassentreffen in Gedichtform

Einladungsgedichte zum Klassentreffen verbinden die wichtigsten Informationen einer Einladung mit einer persönlichen, gereimten Ansprache. Als Einladung in Versform eignen sich die Texte für Karte oder Nachricht und können auf Anlass, Gäste und gewünschte Stimmung abgestimmt werden. Die beiden Gedichte auf dieser Seite greifen frühere Schulzeiten, Poesiealben und den Wunsch auf, alte Geschichten wieder miteinander zu teilen. Ihr Ton ist persönlich und heiter, statt nur Ort und Termin des Treffens anzukündigen.

Die Fassungen setzen unterschiedliche Erinnerungswelten voraus: Ein Text spielt mit Namen und Sprachbildern verschiedener Zeiten, der andere beginnt beim wiedergefundenen Poesiealbum. Wähle den Einstieg, in dem eure Klasse sich wiedererkennt. Die organisatorischen Angaben zur Einladung sollten daneben klar und vollständig stehen.

Schulfreunde in Versen wieder einladen

Diese Einladungsgedichte richten sich an Menschen, die einen gemeinsamen Teil ihrer Kindheit und Jugend kennen. Sie laden dazu ein, damaligen Schabernack und heutige Lebenswege miteinander zu verbinden. Die Verse passen als persönlicher Auftakt der Einladung, nicht als Ersatz für die Terminplanung.

Wir kennen die Zeiten von Struppi,
wir lebten die Zeiten als Hippi,
bei Ferienbeginn schrien wir Jippi!

Heute sind wir längst schon Mami oder Papi,
sangen das Lied vom Schnappi
und kommunizieren bisweilen bei Jappy.

Diese Zeitreise kennt jedermann,
der sich zu unserem Jahrgang zählen kann.
Wir hatten Lehmann, Müller, Schulze auf der Bank,
und auch ein Jäger, leider war er immer krank.

Ein Grüppchen, wie es im Buche stand,
welches sich 10 Jahre zusammenband.
Die Kinderschuhe sind lange schon hin,
deswegen macht ein Klassentreffen auch Sinn.

Dem Einen oder Anderen fällt immer noch so Vieles ein,
liebe Schulfreunde, lasst uns zusammen sein.
Die Antwort geht ja heute einfach und schnell,
keine Flaschenpost oder Postkutsche, sondern E-Mail.

Da wir alle inzwischen weit auseinander wohnen,
wird sich auch kein Rauchzeichen wie früher lohnen.
Dank neuer Kommunikation,
gibt es auch ein Telefon.

© Ute Nathow

Ich nahm mein Poesiealbum mal wieder in die Hand
und fand es dabei höchst amüsant,
zu sehen, was der Eine oder Andere mir schrieb,
es schien, als hätten wir uns alle lieb.

Auffällig die Scheitelfrisuren und der Rundstrickverschlag,
so trugen wir es wohl Tag um Tag.
Wollen wir schauen, ob es immer noch so ist
oder zu hören, ob du schon Oma oder Opa bist?

10 gemeinsame Jahre voller Tatendrang und Lausbubengeschichten,
jeder hat bestimmt inzwischen so viel Neues zu berichten.
Lasst uns fröhlich sein und über einstigen Schabernack aus Kindestagen
alle Erinnerungen wieder zusammentragen.

© Ute Nathow

Erinnerungen und Organisation voneinander trennen

Ergänze Datum, Uhrzeit, Treffpunkt und eine erreichbare Kontaktperson in einem eigenen Absatz. Ein Hinweis auf gewünschte Rückmeldungen erleichtert die Planung. Eine gemeinsame Erinnerung oder ein abgestimmtes Klassenfoto kann den Bezug zum Gedicht herstellen, ohne dass du den Text selbst verändern musst. Ergänze Datum, Uhrzeit und Ort außerhalb des Gedichts klar und gut lesbar; die gereimte Einladung übernimmt die persönliche Ansprache, nicht die organisatorischen Pflichtangaben.