Ein Gedicht für einen Polizisten richtet den Blick auf einen konkreten Charakterzug, Beruf, Alltag oder saisonalen Anlass. Dadurch wirkt der gereimte Gruß persönlicher und lässt sich gezielt für den jeweiligen Empfänger auswählen. Die Strophen übertreiben bewusst und setzen auf Wortspiele rund um Netz, Nachrichten und Funkloch. Es handelt sich um ein humorvolles Berufsporträt, nicht um eine sachliche Darstellung polizeilicher Arbeit.
Der Text passt zu einem vertrauten Kollegen oder Bekannten, der diesen Ton mag. Einen Geburtstag oder ein Dienstjubiläum nennt er nicht; eine eigene Widmung kann den jeweiligen Anlass voranstellen. Für einen förmlichen beruflichen Rahmen ist die saloppe Sprache weniger naheliegend.
Humorvolle Verse für einen Polizisten
und machst das Facebook husch husch,
schlägst gleich zwei Fliegen mit der Klappe,
der Unhold in die Falle tappe.
Scheint er schlau, so bist du schlauer,
das Netzwerk hier kennt keine Mauer,
entkommen, das war gestern noch,
schnell sitzt er im dunklen Loch.
So nennst du es sein Funkloch gütig,
denn nur deshalb ist er wütig,
verpasst er doch die News am Tage
und plötzlich niemand nach ihm frage.
So lässt du dir den Tag gefallen,
smart und nicht mit scharfen Krallen,
sondern dem Smartphone und der richtigen App,
schnappst du selbst den schlausten Depp.
© Ute Nathow
Den humorvollen Anlass deutlich machen
Kündige den Text als kleine gereimte Neckerei an, damit sein überzeichneter Charakter erkennbar bleibt. Auf einer Karte kann eine persönliche Anrede vor dem Gedicht stehen. Die Verse selbst enthalten keine nüchterne Leistungsbewertung des Empfängers. Beim Vorlesen kann eine kurze Einleitung erklären, warum gerade dieses Gedicht zur Person oder Situation passt.
