Ein lustiges Gedicht für Wintermuffel greift eine konkrete Person, Alltagssituation oder Jahreszeit in Reimform auf. Als persönliche Verse eignet sich der Text für eine Karte, Nachricht oder zum Vorlesen, wenn ein gewöhnlicher Gruß zu allgemein wäre. Sein Zwitschern, die Futtersuche und das Bad in der Pfütze lenken den Blick auf etwas Lebendiges, wenn draußen alles grau erscheint. Aus einer unscheinbaren Beobachtung wird ein freundlicher Gruß gegen schlechte Laune.
Die vier Strophen eignen sich für jemanden, der mit Kälte und trüben Tagen wenig anfangen kann. Das Wintergedicht bleibt dabei leicht und zugewandt: Es macht sich nicht über den Empfänger lustig, sondern lädt dazu ein, eine kleine Freude vor der eigenen Haustür zu entdecken.
Ein kleiner Spatz als Mutmacher für Wintermuffel
ein Lächeln solltest du täglich tragen,
so schiebst du die Wolken ein Stückchen weiter
es ist ein guter Wegbereiter.
Die kalte Jahreszeit hat derzeit ihren Platz,
laut zwitschert nur der kleine Spatz,
wenn er am Häuschen finde ein Korn,
und er steht am Rande vorn.
Dieser kleine Flattermann,
er ist eine Freude für Jedermann,
auch wenn er sich am Ast nur zeigt
und seinen Schnabel abwärts neigt.
In den Pfützen badet er,
richtet sein Gefieder her,
schüttelt ab und zwitschert wieder
seine ganz verzückten Lieder.
© Ute Nathow
Ein Wintergruß ohne große Worte
Eine passende Begleitung ist eine persönliche Zeile über euren letzten Winterspaziergang oder die Vögel am Fenster. Beim Vorlesen darf der kleine Flattermann im Mittelpunkt stehen; der Text braucht weder eine ausführliche Erklärung noch einen festlichen Anlass. Mit einer persönlichen Anrede oder einer kurzen gemeinsamen Erinnerung vor dem Gedicht lässt sich der gereimte Gruß auf den Empfänger zuschneiden, ohne den Text selbst zu verändern.
