Ein Gedicht zur vorweihnachtlichen Zeit macht aus einem Weihnachtsgruß einen kleinen Text zum Lesen oder Vortragen. Die Reime eignen sich besonders dann, wenn Anlass, Empfänger und gewünschte Stimmung stärker berücksichtigt werden sollen als bei einer allgemeinen Grußformel. Vom gemeinsamen Aussuchen bis zu Kugeln, Glöckchen und Lichterschein entsteht eine kleine Adventsgeschichte. Die Vorfreude auf das Fest wird dabei an einem vertrauten Familienritual sichtbar.
Die sechs Strophen passen zum Vorlesen beim Schmücken oder zu einem persönlichen Gruß in der Adventszeit. Der Baum steht im Mittelpunkt, nicht die Bescherung. Dadurch lässt sich das Gedicht schon vor Heiligabend verwenden, wenn die Vorbereitungen selbst zum gemeinsamen Erlebnis werden.
Verse zur Vorfreude auf Weihnachten
greifbar nah, die Weihnachtszeit.
Der Wettlauf mit der Zeit nun dringt,
Mann selbst die Axt mal wieder schwingt.
Die grüne Pracht steht gut gereiht,
da macht es sogar Spaß zu zweit,
wie ein Holzfäller ans Werk zu gehen,
um zum Schluss die Errungenschaft zu sehen.
Das passende Bäumchen wird präsentiert
bald in dem Stübchen wohl platziert,
entfaltet seinen Duft nach Tann,
das Fest bald beginnen kann.
Ihm wird der schönste Platz zuteil,
schade dabei, um seine Kurzweil.
Aber so prachtvoll wie es ihm in dieser Zeit geht,
er im Mittelpunkt des Geschehens steht.
Ihm werden die Nadeln täglich frisiert
mit Sternen, Glöckchen und Kugeln geziert,
bekommt sein Weihnachtskleid bald angelegt,
bunte Pracht ihm auch am besten steht.
Der Lichterschein wird seine Schönheit unterstreichen,
strahlen wird er ohne Gleichen,
als Auserwählter wird er bei euch stehen,
um mit euch das Fest zu begehen.
© Ute Nathow
Das Gedicht in ein Adventsritual einbinden
Lies die Verse vor oder nach dem Schmücken, wenn alle den Baum schon vor Augen haben. Eine eigene Einleitung kann an frühere gemeinsame Weihnachtsbäume erinnern. So verbindet sich der Text mit einer konkreten Erinnerung, ohne zusätzliche Erklärungen zwischen den Strophen. Die Weihnachtsverse lassen sich mit wenigen eigenen Worten rahmen, ohne den Gedichttext selbst zu verändern oder zusätzliche Strophen einzubauen.
