Zum Inhalt springen

Gedichte zu Pfingsten mit frühlingshaften Naturbildern

Gedichte zu Pfingsten richten den Blick auf einen konkreten Charakterzug, Beruf, Alltag oder saisonalen Anlass. Dadurch wirkt der gereimte Gruß persönlicher und lässt sich gezielt für den jeweiligen Empfänger auswählen. Sie verbinden die Jahreszeit mit dem Wunsch, freie Stunden bewusst zu genießen. Im Vordergrund stehen Natur und Erholung, nicht eine ausführliche religiöse Betrachtung des Festes.

Die drei Fassungen unterscheiden sich in ihren Bildern und ihrer Stimmung. Eine beginnt bei einem lauten Konzert vor der Haustür, eine nimmt die weite Landschaft auf, eine beschreibt die Sonne als Begleiterin. Sie eignen sich als Pfingstgruß an vertraute Menschen oder zum Vorlesen in einer ruhigen gemeinsamen Runde.

Vogelstimmen zum Pfingstfest

Das erste Gedicht lauscht dem geschäftigen Leben der Vögel und verbindet es mit Wünschen für schöne Festtage. Der heitere Einstieg passt zu einem Gruß, der Naturfreude und gemeinsames Erleben miteinander verbindet.

Vor der Türe ist ein Krach,
selbst der grauste Spatz ist wach.
Gefieder-schütteln ist angesagt,
tummelnd er sich zu den Sprossen wagt.

Tschilpen und Nestbau ist nun angesagt,
nach Pfützen baden keiner fragt.
Schließlich wünscht er, toll auszusehen,
wenn Winterfedern flöten gehen.

Selbst Spätzinnen wissen in der Morgenstund,
wenn sie auch nicht werden bunt,
bestellt der Bauer früh sein Feld,
das Meiste an Saat für sie abfällt.

Das Aufplatzen der Knospen ist eine ermunternde Zeit
vorbei, auch jene, zu der es schneit.
So zart wie jeder Halm inzwischen sprießt,
die ganze Welt diesen Anblick genießt.

Ihr Freunde des Lichtes und der Sonne,
Frühlings-erwachen ist die Wonne,
gesegnet sei die schöne Zeit,
begegnet sie in Familie oder aber zu zweit.
© Ute Nathow

Zurück zur Themenübersicht

Blühende Felder und sattes Grün

Im zweiten Gedicht stehen grüne Flächen, gelbe Felder und die Fülle der Blüten im Mittelpunkt. Der Blick wird weiter und ruhiger. Die Bilder eignen sich besonders für eine Karte mit einer eigenen Landschaftsaufnahme.

Die Flur ein sattes Grün aufzieht,
gelb die Saat auf Feldern blüht,
prall die Blüten von Baum und Strauch,
so ist es des Frühlings Brauch.

Dieser Quell auf weiter Flur
bricht das Licht der schönen Natur,
er lässt Duft und Freude landeinwärts ziehen,
keiner kann sich dem entziehen.

Selbst die Bienen werden mobil,
haben längst die Blüten zum Ziel,
mit der Sonne auf dem Rücken
alles Aufgehende mit Besatz zu schmücken.

Setze auch du auf Sonnenkraft,
wie die Natur Erträge schafft,
polstere auf, was sich verbirgt,
der Frühling wahre Wunder bewirkt.
© Ute Nathow

Zurück zur Themenübersicht

Sonne und freie Zeit genießen

Die dritte Fassung begleitet die Sonne durch die erwachende Umgebung. Sie verbindet die Wärme mit dem Wunsch, freie Zeit zu nutzen und angenehme Momente wahrzunehmen. Das Gedicht bleibt bei einer jahreszeitlichen, persönlichen Ansprache.

Die Sonne dippt auf allen Feldern,
bringt ihr Licht den kargen Wäldern,
wärmt ihre Neuankömmlinge, auf jeden Fall,
hat ihre Fühler überall.

Auch uns nimmt sie in ihre Obhut,
begrüße sie mit Sonnenhut
schützend ihrer Urgewalt,
wenn sie auf dein Haupt macht Halt.

Wirf wie die Sonne den Blick voraus,
spare trübe Tage aus,
erhole dich, sooft es geht,
wenn die Sonne am Himmel steht.
© Ute Nathow

Zurück zur Themenübersicht

Den Pfingstgruß mit einem eigenen Naturbild verbinden

Ein Foto von einem Spaziergang oder ein Satz über einen vertrauten Ort kann den Gruß ergänzen. Wähle die Aufnahme nach dem Motiv des Gedichts, statt möglichst viele Frühlingssymbole zusammenzustellen. So erhalten die Verse einen nachvollziehbaren persönlichen Bezug. Beim Vorlesen kann eine kurze Einleitung erklären, warum gerade dieses Gedicht zur Person oder Situation passt.