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Hochzeitsgedichte von der Trauzeugin

Hochzeitsgedichte von der Trauzeugin eignen sich, wenn die Wünsche an das Brautpaar nicht nur in einer kurzen Grußformel stehen sollen. Die Reime können als Hochzeitsgedicht vorgelesen, einer Karte beigelegt oder mit einem Geschenk verbunden werden. Die Gedichte dieser Seite geben dieser Rolle eine persönliche Stimme: Sie sprechen von der Ehre, den Tag mitzubegleiten, von gewachsener Freundschaft und von guten Wünschen für das gemeinsame Leben. Einige wenden sich an beide, andere besonders an die Braut.

Die Texte eignen sich als Grundlage für einen bewusst gewählten gereimten Beitrag, nicht als austauschbare Rede für jede Hochzeit. Prüfe die Sprecherrolle, die genannten Erinnerungen und die religiösen Bilder einzelner Fassungen. Eine eigene kurze Einleitung kann erklären, was deine Verbindung zur Braut oder zum Paar ausmacht.

Als Trauzeugin dem Brautpaar gratulieren

Diese Gedichte sprechen das Brautpaar an und verbinden die Rolle der Trauzeugin mit Wünschen für die Ehe. Sie passen zu einem Beitrag, der beide Menschen im Blick behalten möchte. Einzelne Strophen richten sich dennoch besonders an die Braut.

Mir ist heute die Ehre angetragen,
ein paar liebe Worte zu sagen,
als Trauzeugin an eurer Seite,
so, ich das Fest der Liebe begleite.

Der Rausch nach Tanz und Fröhlichkeit
mit Freunden der Geselligkeit,
ließ zwei Herzen zu sich finden,
die sich heute für ewig binden.

Die Wegsamkeit, die sich damals ergab,
ich noch gut in Erinnerung hab,
ließ keinen Zweifel daran haben,
hier herrscht Liebe mit all ihren Gaben.

Es gab Tage rastloser Zeit,
Zeit der Reife für Zweisamkeit,
der ein Häuschen für euch entsprang,
damit der Weg nicht mehr so lang.

Sollte je tosend Wind aufkommen,
heißt es, in den Arm genommen,
in ein Fahrwasser, das Wogen glättet
und einer den anderen mit Liebe rettet.

Ihr habt euch aus Millionen herausgepickt,
eure Herzen mit Liebe bestückt,
wie es sich jeder im Leben nur erträumt
und heute das Siegel der Ehe einräumt.

Mögen eure Herzen auch in güldener Zeit,
genauso treu schlagen in Einigkeit,
wie zum Fest der Liebe vor dem Altar
und sagen, wie richtig dieser Entschluss heute war.

© Ute Nathow

Hier steht ihr heute vereint alle beide,
mit Ringlein und Brautstrauß als Augenweide,
um dem anderen die Treue zu schwören,
zwei wie ihr, die zusammengehören.

Für mich bist du eine großartige Frau,
dies weiß jeder hier genau,
der dich erlebt und richtig kennt,
und deine Freundschaft sein Eigen nennt.

Dein offenes Herz, dein lustiges Wesen,
was wäre ich ohne dich gewesen,
während der ganzen Kinderzeit,
die wir erlebten, gern zu zweit.

Nun bist du selbst schon eine Mama,
bist für deinen Sonnenschein immer da,
jeden Tag auch dafür lebend
fürsorglich, immer dein Bestes gebend.

So möge es heute Sterne für dich regnen,
dich und deine Familie segnen
lernt füreinander da zu sein,
tragt im Herzen Sonnenschein.

© Ute Nathow

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Persönliche Worte an die Braut

Hier steht die persönliche Nähe zur Braut im Vordergrund. Kleid, Begleitung und die eigene Bewegtheit geben den Gedichten ihren Rahmen. Wähle eine Fassung, deren Bilder zur tatsächlichen Feier und zu deiner Aufgabe an diesem Tag passen.

Ich spare heute mit Worten nicht,
und schrieb für dich ein kleines Gedicht,
fühle mich geehrt an deiner Seite,
wenn ich dich zum Altar begleite.

Du hüllst dich in das schönste Kleid,
und bist zum Eheglück bereit,
dein Traum in Weiß wird heute wahr,
verliebt, hinreißend, so wunderbar.

In dessen Armen du fortan liegst,
dich ewiglich in Liebe wiegst,
so wie du es verdienst im Leben,
du mögest auf Wolken schweben.

Dein Liebreiz und Natürlichkeit,
erlebte ich auf den Weg so weit,
ob im Trab oder flottem Ritt,
immer schwang deine Freude mit.

Wir tobten auf so mancher Fete,
ließen steigen so manche Rakete
du stehst jedem zur Seite, der deiner Bedarf,
dein Verstand ist klug und scharf.

Die Wohltat beim Spazieren gehen,
konnte man uns beiden ansehen,
so prägt uns diese Erinnerung,
ich zolle dir Bewunderung.

So möge es heute Sterne für dich regnen,
dich und deinen Ehemann segnen,
lernt füreinander da zu sein,
tragt im Herzen Sonnenschein.
© Ute Nathow

Heute bin ich es, die vor euch steht
ein wenig befangen, wie ihr seht,
um liebe Zeilen euch mitzugeben
für euer gemeinsames Eheleben.

Bewegt sind alle gleichermaßen
höre ich doch die Herzen rasen
wenn zwei die Glücksbahn runter rauschen
und in Liebe das Ja-Wort tauschen.

Ich blicke auf ein Paar im Glück
fühle mich selbst wie ein kleines Teilstück
die weiß, wie gut sich Liebe anfühlt
selbst den kleinsten Winkel aufwühlt.

Solange ich dich jetzt schon kenne
in wenigen Worten das benenne,
was du für mich als Freundin darstellst
mich immer in jeder Situation aufhellst.

Dein Liebreiz in jederlei Hinsicht
immer einen guten Ausgang verspricht
einfühlend, herzlich und besonnen
führst zu Ende, was du begonnen.

Du gibst mir Stärke und bist mein Garant
als beste Freundin, die ich je fand,
das soll künftig dein Bräutigam zu dir sagen
an allen mit dir zusammenlebenden Tagen

© Ute Nathow

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Erinnerungen aus dem Freundeskreis

Das folgende Gedicht blickt aus dem Freundeskreis auf die Hochzeit und auf gemeinsame Erinnerungen. Die konkrete Geschichte gehört zu seiner Aussage. Es eignet sich dann, wenn die Braut und die Zuhörenden den Bezug zu den beschriebenen Erlebnissen verstehen.

Wir stehen heute wieder bunt gemischt,
wo der nächste Hochzeitswind auffrischt
es traut sich unsere (Name) vor
die jetzt steht vor dem Ehetor.

Das ist wohl ihre größte Unternehmung
und mehr verlangt als Fußballdehnung
sicher einen Volltreffer landet
und nicht abgedrängt am Rande landet.

Ein Picknick ist das auch nicht nur
was du dir gönnst auf mancher Tour
hier wird tüchtig zugelangt
und stets mit Liebe aufgetankt.

So kannst du hierbei schon erahnen,
das Eheleben läuft andere Bahnen
weder Dribbel noch ein Pfiff beginn
geben einer Ehe Sinn.

Doch Freiraum hat sie wohl im Sinn
und Treffen mit uns Freundinnen
immer wenn es machbar ist
willkommen du im Bunde bist.

Wir richten auch unser Augenmerk
auf des Ringfingers Wunderwerk
welches dem Rohstoff einst entsprungen
und betrachten es als gelungen.

Es passt zu eurem Eigensinn
und ist der größte Zugewinn
auf den wir zukünftig unseren Blick richten
wenn wir lauschen unseren Geschichten.

© Ute Nathow

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Den gereimten Beitrag in die Rede einbauen

Beginne mit wenigen eigenen Worten zu eurer Freundschaft und leite dann zum ausgewählten Gedicht über. Lies es vorher laut, damit du Atempausen und schwierige Stellen kennst. Ein persönlicher abschließender Wunsch an beide Partner kann den Beitrag abrunden. Den Zeitpunkt solltest du mit dem Ablauf der Feier abstimmen. Für Karte oder Vortrag kannst du die Hochzeitsverse mit einem persönlichen Wunsch ergänzen, ohne einzelne Reime auf Namen oder Programmpunkte umzubauen.

Fragen zur Auswahl und Verwendung

Die folgenden Antworten helfen, Anlass, Ansprache und persönlichen Rahmen des ausgewählten Gedichts aufeinander abzustimmen.

Sollte das Gedicht nur die Braut oder beide Partner ansprechen?

Beides kommt in der Sammlung vor. Für einen Beitrag vor der ganzen Hochzeitsgesellschaft ist ein abschließender eigener Wunsch an beide sinnvoll, auch wenn das gewählte Gedicht vor allem die Freundschaft zur Braut ausdrückt.

Wie persönlich dürfen Erinnerungen in der Rede sein?

Sie sollten eure Verbindung sichtbar machen und zugleich für die Braut angenehm bleiben. Eine geteilte positive Erinnerung reicht oft aus. Vertrauliche Geschichten gehören nicht allein deshalb in eine Rede, weil sie besonders unterhaltsam wirken.